Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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Nichts thun, als warten und ſehen, ob Sie zurück⸗ kommen, und mich mit der Ueberlieferung gedulden.“

„Ich gedachte am Abend nach dem Herrenhauſe zu wandern, und Phöbe zu beſuchen, und von ihr herauszubringen, wann ich etwa ihre Lady ſehen könnte, denn ich wußte, ſie konnte das ſchon ſo ein⸗ richten, wenn ſie nur wollte. So ging ich dieſen Tag nicht an die Arbeit, wie ich hätte thun ſollen, ſondern lungerte herum und faulenzte, bis es bei⸗ nahe dunkel war, und dann gehe ich nach den Wieſen, hinter dem Herrenhauſe hinab und dort finde ich wirklich Phöbe, wie ſie unter der hölzernen Thüre in der Gartenmauer wartet und nach mir ausſchaut.“

„Nun, ich ging in das Gebüſch mit ihr und wandte mich nach dem alten Brunnen, denn wir hatten die Gewohnheit, an Sommerabenden auf dem Ziegelwerk davor zu ſizen, aber Phöbe wird plözlich ſo blaß wie ein Geiſt und ſagt: Nicht da, nicht da! So frage ich: warum nicht“ und ſie antwortet, ſie wiſſe es nicht, aber ſie ſei dieſen Abend ſo auf⸗ geregt und habe gehört, es ſpuke bei dem Brunnen. Ich ſage ihr, das ſei lauter dummes Zeug, aber ſie antwortet, dem möge ſo ſein oder auch nicht ſein, aber ſie wolle einmal nicht an den Brunnen; ſo gehen wir an das Gitterthor und ſie lehnt ſich an daſſelbe, während ſie mit mir ſpricht.“

„Sie hatte jedoch noch nicht lang mit mir ge⸗ ſprochen, ſo merke ich, daß es nicht ganz richtig mit ihr war, und ich gab ihr das zu verſtehen.“

„Ja, ſagt ſie, es iſt mir nicht ganz wohl dieſen Abend‚ ich hatte geſtern ſo einen Auftritt, und es geht mir jezt noch nach.““