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trockneten Brunnens, als ich einen Laut hörte, der mir das Blut beinahe erſtarren machte. Es war ein Aechzen, wie von einem Menſchen, der Schmer⸗ zen hatte und irgendwo unter dem Gebüſch verſteckt lag. Ich fürchtete mich nicht vor Geiſtern, fürchtete mich überhaupt vor Nichts, aber es lag etwas in dieſem Aechzen, das mich bis ins Herz erſchreckte, und eine Minute war ich ganz verblüfft und wußte nicht, was ich thun ſollte. Aber ich hörte das Aech⸗ zen wieder und begann jezt unter dem Gebüſch herum zu ſuchen. Endlich fand ich einen Mann unter dich⸗ tem Lorbeergeſträuch liegen, und dachte anfänglich, er ſei zu nichts Gutem da, und war im Begriff, ihn am Kragen zu packen und ins Haus zu bringen, als er mich an der Fauſt faßte, ohne von dem Bo⸗ den aufzuſtehen, und mich ſehr aufmerkſam anſah, wie ich bemerken konnte, da ſein Geſicht mir in der Finſterniß zugewendet war, und mich fragte, wer ich ſei, und was ich bei den Leuten im Herrenhauſe zu thun hätte.“
„Es lag Etwas in der Art und Weiſe, wie er ſprach, was mir ſagte, daß er ein Gentleman ſei, obwohl er mir wildfremd war und ich ſein Geſicht nicht ſehen konnte; und ich beantwortete ſeine Fragen ganz höflich.
„Ich wünſche von hier wegzukommen, ohne daß ein lebendes Weſen mich ſieht, merke wohl. Seit vier Uhr liege ich hier und bin halb todt, aber ich möchte von hier wegkommen, ohne bemerkt zu werden, ver⸗ giß das nicht.“
„Ich erklärte ihm, das laſſe ſich leicht machen, aber nun fiel mir wieder ein, mein Gedanke von


