ſeſſel nahe am Herde. Die helle Feuerflamme ſtieg und fiel, indem ſie ihren Schein bald auf die polir⸗ ten Vorſprünge der ſchwarzeichenen Bücherſchränke, bald auf die mit Vergoldung und Scharlach geſchmückten Büchereinbände warf, dort den atheniſchen Helm einer marmornen Pallas, hier die Stirn von Sir Robert Peel beleuchtete.
Die Lampe auf dem Leſetiſch war noch nicht an⸗ gezündet worden, und Sir Michael ſaß im Wieder⸗ ſchein des Feuers und wartete auf die Ankunft ſeiner jungen Frau.
Es iſt mir unmöglich, jemals die Reinheit ſeiner edelherzigen Liebe zu beſchreiben— es iſt unmög⸗ lich, eine Zuneigung zu ſchildern, welche ſo zärtlich war, wie die Liebe einer jungen Mutter für ihr erſt⸗ gebornes Kind, ſo brav und chevaleresk, wie die he⸗ Leidenſchaft eines Bayard für ſeine Lehens⸗
errin.
Die Thüre ging auf, während er an ſeine zärt⸗ lich geliebte Gattin dachte, und wie er aufſchaute, der Baronet die ſchlanke Geſtalt unter der Thüre ſtehen.
„Ei, mein Liebling,“ rief der Baronet, als My⸗ lady die Thüre hinter ſich ſchloß und auf ſeinen Seſſel zukam,„ich habe ſeit einer Stunde an Dich gedacht und auf Dich gewartet. Wo biſt Du ge⸗ weſen, und was haſt Du gethan?“
Mylady ſtand mehr im Schatten als im Licht und hielt einige Augenblicke an, ehe ſie dieſe Frage beantwortete.
„Ich bin in Chelmsford geweſen,“ ſagte ſie,„um in den Läden mich umzuſehen, und—“
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