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den Schreibtiſch. Nachdem er dieß gethan hatte, nahm er ein Licht und begab ſich in das Gemach, in welchem ſeine eigenen Felleiſen und der Georg Talboys gehörige Koffer ſich befanden.
Er zog einen Bund Schlüſſel aus ſeiner Taſche und verſuchte einen nach dem andern. Das Schloß des ſchäbigen alten Koffers war von ganz gewöhn⸗ licher Art, und bei dem fünften Verſuch drehte ſich der Schlüſſel mit Leichtigkeit um.
„Da hätte Niemand nöthig gehabt, ein Schloß wie dieſes aufzubrechen,“ murmelte Robert, als er den Deckel des Koffers aufhob.
Er entleerte ihn langſam ſeines Inhalts, nahm jeden Artikel beſonders heraus und legte ihn ſorg⸗ fältig auf einen Stuhl zur Seite. Er behandelte die Dinge mit einer reſpektvollen Zärtlichkeit, als ob er die Leiche ſeines verlorenen Freundes herausge⸗ hoben hätte. Die Trauerkleider verſezte er, Stück für Stück, nett zuſammengefaltet, auf der Stuhl. Er fand alte Meerſchaumpfeifen, beſchmuzte und zer⸗ knitterte Handſchuhe, welche einſt friſch von dem Pariſer Fabrikanten gekommen waren, alte Theater⸗ zettel, die in fetter Schrift die Namen von Schau⸗ ſpielern zeigten, welche todt und dahin waren; alte Odeurflaſchen, von Eſſenz duftend, die aus der Mode gekommen; nette kleine Pakete von Briefen, jeder ſorgfältig mit einem Zettel und dem Namen des Schreibers auf demſelben verſehen; Fragmente alter Zeitungen, und einen kleinen Haufen ſchäbiger, zerriſſe⸗ ner Buͤcher, von welchen jedes unter Roberts un⸗ vorſichtiger Hand in ebenſo viele Stücke wie ein Spiel Karten zerfiel. Aber unter all dieſer Maſſe Brahdon, Ladh Audley's Geheimniß. II. 2


