den Gedanken gerathen war, er brauche dem ſchön⸗ ſten Mädchen in Eſſer nur ſeine Hand anzubieten, um ſie auf der Stelle angenommen zu ſehen.
„Ja,“ pflegte er ſelbſtgefällig zu irgend einem bewundernden Trabanten zu ſagen,„ich weiß, daß ich eine gute Partie bin, ich weiß, was die Mädchen ſo artig macht. Sie ſind ſehr nett und ſind ſehr freundlich gegen einen Burſchen; aber ich kümmere mich nicht um ſie. Sie ſind alle gleich— ſie kön⸗ nen nur die Augen niederſchlagen und ſprechen: „ach ja, Sir Harry, und warum nennen Sie den grauſen ſchwarzen Hund einen Stäuber?“, oder„O, Sir Harry, und hat die arme Stute wirklich ihr Feſſelblatt verrenkt?„Ich habe ſelbſt nicht viel Grütze im Kopf, ich weiß es,“ pflegte der Baronet vorbeugend hinzuzuſetzen,„und ich bedarf keiner hochverſtändigen Frau, welche Bücher ſchreibt und eine grüne Brille trägt; aber zum Henker! ich will ein Mädchen, welche verſteht, wovon ſie redet.“
So hatte, als Alicia,„Nein“ ſagte oder viel⸗ mehr jene ſchöne Rede von Schätzung, Reſpekt hielt, welche wohlerzogene junge Damen an die Stelle des gehäſſigen einſylbigen Wortes ſezen, Sir Harry Towers erkannt, daß das ganze Gebäude der Zukunft, welches er ſo ſelbſtgefällig aufgeführt hatte, zu ei⸗ nem wüſten Trümmerhaufen zuſammengeſtürzt war.
Sir Michael faßte ihn warm bei der Hand, ge⸗ rade ehe der junge Mann im Hofe zu Pferde ſtieg.
„Es thut mir ſehr leid, Towers,“ ſagte er.„Sie ſind ein ſo guter Burſche, als jemals einer athmete, und würden mein Mädchen zu einer vortrefflichen


