Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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machte mir ein Vermögen in der neuen Welt und kehrte nach zwölf Monaten zurück, um es ihr in den Schooß zu werfen; denn ich war damals ſo ſan⸗ guiniſcher Natur, daß ich ſicher darauf rechnete, in einem Jahr oder dergleichen meinen Zweck zu er⸗ reichen. Ich dankte dem Mann für ſeine Belehrung und ſchlenderte ſpät in der Nacht heimwärts. Es war bitteres Winterwetter, aber ich war ſo leiden⸗ ſchaftlich aufgeregt, daß ich von der Kälte nichts empfand, und ſchritt durch die ſtillen Straßen, ohne auf den Schnee zu achten, der mir ins Geſicht trieb, einzig mit der verzweifelten Hoffnung in meinem Herzen beſchäftigt. Der alte Mann ſaß über ſeinem Grog in dem kleinen Speiſezimmer, und mein Weib war eine Treppe weiter oben, ruhig ſchlafend, mit dem Säugling an ihrer Bruſt. Ich ſezte mich nieder und ſchrieb ein paar kurze Zeilen, worin ich ihr er⸗ klärte, meine Liebe zu ihr ſei niemals wärmer ge⸗ weſen als eben jezt, da ich ſie zu verlaſſen ſcheine; ich gehe hin, mein Glück in einer neuen Welt zu verſuchen; und wenn es mir gelinge, werde ich heim⸗ kehren, um ihr Ueberfluß und Glück zu bringen, aber wenn es mir fehlſchlage, ſo werde ich ihr An⸗ geſicht nie mehr ſchauen. Ich theilte den Reſt un⸗ ſeres Geldes— etwas über vierzig Pfund— in zwei gleiche Theile, hinterließ den einen ihr und ſteckte den andern in meine Taſche. Ich knieete nie⸗ der, betete für mein Weib und Kind, mit meinem Haupte auf der weißen Bettdecke, welche ſie ver⸗ huͤllte. Ich war zu gewöhnlichen Zeiten nicht ſon⸗ derlich ſtark im Beten, aber Gott weiß, daß es ein herzliches Gebet war. Ich küßte ſie einmal und den