digkeit wurde, mich nach irgend Etwas umzuſehen, fuhr ich nach London hinauf und verſuchte, eine Stelle als Commis auf einem Kaufmannscomptoir, oder als Rechnungsführer oder Buchhalter oder Et⸗ was der Art zu erlangen. Aber ich glaube, der ſchwere Dragoner war mir ins Geſicht geſchrieben, denn was ich auch thun wollte, ich vermochte Nie⸗ mand dahin zu bringen, daß er an meine Fähigkeit glaubte; ermüdet und niedergeſchlagenen Herzens kehrte ich zu meiner theuren Frau zurück, um zu finden, daß ſie einem Sohn und Erben von ſeines Vaters Armuth das Leben gegeben hatte. Das arme kleine Mädchen! ſie war ſehr trübe geſtimmt, und als ich ihr ſagte, daß meine Fahrt nach London zu keinem Ziele geführt hatte, da brach ſie faſt zuſam⸗ men und ergoß ſich in einen Strom von Seufzern und Wehklagen, wobei ſie mir erklärte, ich hätte ſie nicht heirathen ſollen, wenn ich nur Armuth und Elend ihr zu bieten im Stande geweſen; und es ſei ihr durch mich ein grauſames Unrecht angethan worden, daß ich ſie zu meinem Weibe gemacht habe.
Beim Himmel! Miß Morley, ihre Thränen und
Vorwürfe trieben mich faſt zum Wahnſinn, und ich ergrimmte über ſie, über mich, ihren Vater, die Welt und Alles, was darinnen war, und rannte dann aus dem Hauſe, indem ich erklärte, ich würde keinen Schritt mehr hineinſezen. Ich marſchirte den ganzen Tag die Straßen auf und ab, halb außer mir und ſtark Willens, mich in die See zu ſtürzen, um mei⸗ nem Mädchen die Freiheit zu geben und damit eine beſſere Partie möglich zu machen. Wenn ich mich ertränke, dachte ich, ſo muß ihr Vater ſie erhalten;


