Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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zehn Jahren verlobt geweſen war; die ſentimentale Tochter eines wohlhabenden auſtraliſchen Weinhänd⸗ lers, die nach England verſendet wurde, um ihre Erziehung zu vollenden, und Georg Talboys waren die einzigen Paſſagiere erſter Claſſe an Bord.

Dieſer Georg Talboys war Leben und Seele der ganzen Geſellſchaft; Niemand wußte, wer oder was er war, oder woher er kam; aber Jedermann hatte ihn gern. Er ſaß am untern Ende des Tiſches beim Diner und half dem Capitän, bei dem freund⸗ ſchaftlichen Mahle die Honneurs zu machen. Er ent⸗ pfropfte die Champagnerflaſchen und trank auf die Geſundheit von Jedem, der gegenwärtig war; er erzählte ſpaßhafte Geſchichten und ſtimmte dann ſelbſt mit ſo munterem Schall das Gelächter an, daß man ein griesgrämiger Menſch hätte ſein müſſen, um nicht aus bloßer Sympathie mitzulachen. Er war ein Kapitalmann bei Spekulation und Einund⸗ zwanzig*) und all den luſtigen Geſellſchaftsſpielen, welche den kleinen Zirkel um die Kajütenlampe ſo tief in die unſchuldige Unterhaltung verſtrickten, daß ein Orkan über ihrem Haupte hätte heulen können, ohne von ihrem Ohre vernommen zu werden; aber er geſtand offen, daß er zum Whiſt kein Talent hatte und einen Bauern vom Rochen auf dem Schach⸗ brett nicht zu unterſcheiden vermochte.

In der That war Mr. Talboys kein allzu ge⸗ lehrter Gentleman. Die blaſſe Gouvernante hatte verſucht, mit ihm über die moderne Literatur zu

²) Jenes wohl wie dieſes ein Kartenſpiel, vielleicht unſerem vulgär ſo genannten„Kauflabeeten“ entſprechend, während leztes bei unſerem Volke„Hopſen“ heißt. A. d

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