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Schilderungen aus der Wirklichkeit / von Louise Brachmann
Entstehung
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ten Oheim in einem abgelegenen Lande ihre Zuflucht zu nehmen.

Roſette lebte dort eben wieder ein ſtilles eingezogenes Leben. Ein Jahr nach dem an⸗ dern zog dahin; ſie dachte zwar noch mit Vergnüͤgen und Trauer an das ſchoͤne Bild aus ihrer erſten Jugend, allein ſie uͤberließ ſich doch keinem heftigen Schmerze, daß es verlo⸗ ren war.

Das Ungluͤck jener Gegenden wollte, daß ſich der Krieg nach vielen Jahren auch dorthin zog. Eine Schlacht ward nicht fern von Ro⸗ ſettens Wohnort geliefert, und ein kleines Corps des ſiegenden Feindes ſtieß auf das Landgut, wo ihr Oheim mit ihr und ihrer Mutter wohnte.

Die Feinde forderten eine ſtarke Brand⸗ ſchatzung, und drohten mit gaͤnzlicher Zerſtö⸗ rung, wofern man ſie ihnen weigere.

Roſettens Oheim war nicht im Stande die Summe zu bezahlen; der alte Mann, durch Schrecken und die Angſt aufs Krankenlager ge⸗ worfen, er war nicht faͤhig, das ſicherſte Mit⸗

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