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„Ach, Lieber, kann des Stromes Fluth Zuruͤck zur Quelle fliehn? Ein Herz; in dem dein Bildniß ruht, Wann hoͤrt es auf zu gluͤhn?“
„Nein, gönnt nur ſo von Ruh und Schmers
Die Wahl mir das Geſchick,
So bleibe mein des Kriegers Herz,
Und mein ſein wankend Gluͤck.“—
O ſeht! rief einer der Krieger, wie jetzt das Wachtfener ſo hell aufſchläͤgt! und der Mond geht immer bleicher ſeinem Untergange zu, gleich als ob er ſagen wollte: Ich habe hier nichts weiter zu erhellen; das muthige Kriegsfeuer durchleuchtet jetzt die Welt!
Mag es noch lange lodern! riefen Meh⸗ rere.—
Ich entſinne mich, fing Joſeph an, den jetzt die Reihe traf, als Erwin ſchwieg, auch eines ſchoͤnen erfreulichen Zuges aus meinem Leben.
Seit vielen Jahren war ich nicht in mei⸗ ner Heimath geweſen; ich ging jetzt, meine Aeltern zu beſuchen. Es war zu Anfang des


