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Schilderungen aus der Wirklichkeit / von Louise Brachmann
Entstehung
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Sie glaͤnzen hoch und prangen

Im Schmuck von Stahl und Goldz

Mein liebliches Verlangen, Er glaͤnzt noch eins ſo hold.

Zum Kampf die Fahnen wallen: Sie ſtuͤrzen kuͤhn hinein, Doch Einer kuͤhn vor Allen, Das wird mein Liebſter ſeyn.

Und wenn ſie wiederkehren Wohl aus der wilden Schlacht, Wenn wieder froh durch Zähren Der Mädchen Auge lacht;

Dann werden Maͤdchen fragen Wer glaͤnzt' der Erſt' im Reihn?

Dann wird mein Herz mir ſchlagen,

Das wird mein Liebſter ſeyn!!

Allerliebſt! rief Robert; ich mochte ſelbſt der Liebſte ſeyn, den das treue Maͤdchen em⸗ pfangen will! Hoͤrt erſt das dritte Lied, ſagte

Erwin! Roͤslein, Roslein, Röslein hold, Aus des Morgens Schvoße! Du mir mehr als Perl und Gold, Theure, ſuͤße Roſe.

Gibſt du nicht das Bildniß mir Meines holden Treuen? Deiner heib'gen Unſchuld Zier Durft er wohl ſich freuen.

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