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liche Dörfer ſchienen vom bluͤhendſten Wohlſtand zu zeugen.
Wir ſahen jetzt eine gruͤnfunkelnde Wieſe vor uns liegen, um die ſich herrliche Baum⸗ gaͤnge zogen, die Wege von einem Ort zum andern mit wohlthaͤtigen Schatten deckend. Einer von dichten Vuchen, einer von Linden, und wir ſtanden eben unter einem Pappelgan⸗ ge, der trotz ſeiner hochſtrebenden, luftig flat⸗ ternden Zweige, ſich doch zu einer dichten Saͤu⸗ lenhalle bildete. Frau von** blieb einen Au⸗ genblick ſtehen, und ſah empor zu dem hohen, flüſternden Laubdach; dann ſagte ſie halbleiſe: „Dieſe Schattengaͤnge hat mein guter Oheim, der Ordensritter, auch angelegt.“
Mir war, als ob ich dieß ſchon geahnet haͤtte; doch hoͤchſt erfreut, dieſen Gegenſtand enblich berührt zu ſehen, ſuchte ich eifrig ihn feſtzuhalten. Wie?“ rief ich mit theilnehmen⸗ der Aufmerkſamkeit und einem Blick auf beide, der mehr von dirſen herzlichen Aeußerungen zu bitten ſchien.„O ja!“ nahm Herr von** das Wort,„den groͤßten Theil des Wohlſtands


