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druck in ihrer Stimme zu bemerken.—„Und wer, wenn ich fragen darf?“— verſetzte ich theilnehmend.
„Mein laͤngſt verſtorbner Oheim, ein Or⸗
densritter“— erwiederte ſie, mit dem vorigen
Tone, drückte mir herzlich die Hand, und ent⸗ fernte ſich.
„ Dieſe wenigen Worte, mit einer Art weh⸗
müthiger Bedeutung ausgeſprochen, beſchaͤftig⸗ ten mich. Eine Menge dunkler Ideen ſchienen ſich ſchon mit dem Worte Ordensritter, fuͤr mich zu verbinden, das ich nie mit K nen hoͤren werde. Dieſe ſtille, aͤtheriſch mich umſchwimmende Landſchaft, faſt war es mir, als ob ſie z6ſammenflöſſe mit den G
Gedanken an den edeln, unglücklichen Bewohner dieſer Zimmer!
älte nen⸗
Daß er edel geweſen war, konnte ich nicht bezweifeln; hatte ihn nicht Frau von** mit einem ſo beſtimmten Accent einen guten Men⸗ ſchen genannt? ſie, welche, die Beſcheidenheit ſelbſt, nie etwas Vortheilhaftes von ſich oder den ihr Angehorigen zu ſagen wagte, wenn es


