—— Herr und Frau von** empfingen mich niit wahrhaft herzlichem Ausdruck von Freude. Bei⸗ de, aus alten ruͤhmlichen Rittergeſchlechtern entſproſſen, vereinen die Biederkeit der fruͤhern Zeit mit lebhafter Empfaͤnglichkeit fuͤr Kunſt und alles Schoͤne, alles Große, was die neuerè bietet. Es war ſchon dunkel als ich ankam; man fuͤhrte mich in einen mit Kerzen erhellten Saal im untern Stockwerk, wo unſrer die Abendmahlzeit harrte. Wir gingen erſt ſpaͤt auseinander; meine freundliche Wirthin füͤhrte mich ſelbſt die Treppe hinauf nach dem fur mich beſtimmten Zimmer. Es war ein einfach aus⸗ geziertes hohes Zimmer mit einem daran ſto⸗ ßenden freundlichen Schlafgemach; ich ſah mich wohlgefaͤllig in dem ſtillen Beſitzthum: allein jetzt oͤffnete Frau von** eme hohe Glasthuͤr, welche von innen durch ſeidne, bis zum Boden herabwallende Gardinen verborgen geweſen war; wir traten heraus auf einen Balkon— und hier— mit einem Male lag eine Landſchaft vor wir, ſchoͤn, in einem ganz ungewoͤhnlichen Charalter ſchoͤn, und von dem zaubriſchen Licht
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