299 Wenn alſo Gott beſchloſſen hatte, in dem 93. Verſe der Prophezeiung an Se. Majeſtaͤt den jetzigen Koͤnig von Preußen eine Drohung zu richten, daß er der Letzte ſeines Geſchlechts ſein werde, wenn er nicht zum Katholi⸗ cismus uͤberginge, ſo iſt es eine ganz natuͤrliche Sache, daß er zugleich auch beſchloſſen, an denſelben Koͤnig im 95. Verſe das Verſprechen zu richten, daß er fuͤr den Fall, wo er Katholik werde, Koͤnig von Germanien wer⸗ den ſolle, und aus demſelben Grunde iſt es ganz natuͤr⸗ lich, daß er beſchloſſen hat, noch außerdem in irgend einem Verſe dem Koͤnige zu verſprechen, daß ſein Geſchlecht noch lange nach ihm fortdauern ſolle, wenn er zum Katholicis⸗ mus uͤber gegangen ſein wuͤrde. Ihm dieſes Verſprechen in dem 31. Verſe unter dem Schleier einer Verkuͤndigung gegeben zu haben, indem es ſcheint, daß dieſe an denjeni⸗ gen der Souveraine Brandenburgs ertheilt worden ſei, der der Stammvater des jetzt regierenden Hauſes geweſen, das wuͤrde von Seiten Gottes auf eine geheimnißvolle Weiſe zu Werke gegangen ſein, was mit der natuͤrlichen Ord⸗ nung der Dinge in keinem Zuſammenhange ſteht, dennoch bringen uns aber, wie ich es weiter oben nachgewieſen, verſchiedene Stellen in der Prophezeiung zu der An⸗
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Merkwürdige und wunderbare Prophezeiungen des Bruders Hermann von Lehnin / von Louis de Bouverot. Aus d. Franz. mit e. Einleitung
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