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Jedes Mal daß ein Sterblicher, während er zugleich Wunder thut und ſich ſelbſt fuͤr einen Abgeſandten Gottes ausgiebt, einem andern Menſchen, bei Androhung ewiger Verdammniß oder zeitlicher, ſehr empfindlicher Strafen, den Befehl ertheilt, einen gewiſſen entſcheidenden Schritt zu thun, ſo befiehlt die Klugheit dieſem Letzteren ernſte Betrachtungen daruͤber anzuſtellen, ob die Wunder, die derjenige, welcher ihm den betreffenden Befehl gegeben hat, verrichtet, von der Art ſind, daß ſie in denſelben einen Abgeſandten Gottes erkennen laſſen. Wenn das ihm An⸗
gedrohte ſich auf Strafen bezieht, die dem kuͤnftigen Leben
angehoͤren, ſo iſt es Weisheit der Religion, die ihm es zum Geſetz macht, ſich, wie ich eben andeutete, zu betra⸗ gen; wenn ſich dahingegen die Drohung auf ſolche Strafen beſchraͤnkt, von denen man nur auf dieſer Welt betroffen werden kann, da gebietet es ihm die weltliche Klugheit. Wenn der von den zwei Individuen, welcher Wunder
*) Auszug aus der Vorrede zum Manuſcript von 1845.


