ſen wurde durch meine herzliche Anrede geröhrt worden ſehn; mein Vater blieb kalt. Er war gerade mit einer wichtigen Speculation beſchaͤf⸗ tigt, die ihm groſſe Summen einbringen ſollte.
Ich ſtörte ihn in dem Genuß, fuͤr welchen ſein
ehernet Herz allein empfaͤnglich war; er wollte mich zur Thuͤre hinaus werfen, ich warf mich mit dem Geſichte zur Erde, und ſchluchzete. Die⸗ ſes barbariſche Verfahren hatte mir den Gebrauch meiner Stimme verſagt. Er wurde daruͤber ſehr entruͤſtet, nannte mein Betragen Ungehorſam; er hob mich auf, trug mich auf einen Sopha im Vorzimmer und ſchlug die Thuͤre ſeines Ca⸗ binets hinter ſich zu. So viele Härte emporte mich; ich ſuchte den Fremden wieder auf. Hel⸗ fen Sie mir, rief ich weinend, ſeyn Sie mein Vater, denn ich habe keinen mehr; er hat mir geflucht, mich fortgejagt; jezt habe ich nur Sie noch in der ganzen Welt.
Es war Winter, die Tage alſo ſehr kurz. Um fuͤnf Uhr Abends war es ſiokfinſter. Gehen Sie ans Ende der Straſſe, ſagte der Fremde, dort werden Sie meinen Kammerdiener finden, der mit einer Poſtchaiſe auf Sie wartet. Ich blei⸗ be noch zwei Tage hier, um nicht wegen Ihrer Entfuͤhrung angeklagt zu werden, und zugleich die Aufmerkſamkeit der Prolizei von der Straſſe, die Sie jezt nehmen, abzulenken. Auf meinen
Das Kint, 2. B
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