Teil eines Werkes 
1. Theil (1803)
Entstehung
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viele Schurken, daß wir billig in den Buͤchern Ruhe vor ihnen haben ſollten. Aber da gibt ih⸗ nen der Autor noch zum Ueberfluß einen gewißen Anſtrich von Philoſophie, martert ſich, der guten Sittenlehre zum Poſſen, ſeinen Leſern ein Inter⸗ eſſe für einen ſolchen Hollunken einzufloͤſſen, und, ſehen Sie, wenn ich in meinem Manuſcripte, wovon ich nur einige wenige Seiten geleſen ha⸗ be, einen ſolchen Kerl finde, ſo laß ich ihn, weiß Gott ungern auf ſeinem Plaze ſtehen, der Verfaſſer muͤßte ihn denn zur Warnung fuͤr an⸗ dere hinpoſtirt haben. So viel ich gefunden ha⸗ be, ſo befindet ſich mein Held eben nicht immer in der beſten Geſellſchaft, und man kann ihn kei⸗ neswegs als einen Tugendſpiegel aufſtellen; aber er geſteht ſeine Fehler ſo offenherzig und unbe⸗ fangen, daß, wenn man ſie auch nicht entſchul⸗ digen kann, man ihm doch nachſichtig verzeihen muß. Eine zu tugendhaft gezeichnete Perſon macht uns oft Langeweile. Der Ritter Gran⸗ diſon, zum Beiſpiel, handelt immer ſo klug, ſo großmuͤthig, ſo edel, daß ich ihm den abge⸗ feimten Lovelac beim weitem vorziehe. Ich koͤnnte der Freund und Bewunderer des erſtern ſeyn, wenn es moͤglich waͤre, daß ein ſolcher Menſch epiſtirte, aber ich leſe doch die Treulo⸗ ſigkeiten des andern mit weit mehr Vergnuͤgen, als die fuͤr meine Eigenliebe ſo beugende Erzaͤh⸗