Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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L.

ſetzen, wie ſich's fur Dich gehort, Dich in unfrer Mitte zu haben.

In Eurer Mitte, meine Tochter? Wirſt Du Dich denn von Deinem Vater trennen?5

Warum ſollten wir nicht hoffen duͤrfen, fuhr Adele mit niedergeſchlagenen Augen fort, daß der Vater ſelbſt Wird er ſich weigern kön⸗ nen mich vollkommen gluͤcklich zu machen? Aber ich vergeſſe, daß die Zeit vergeht, und daß ich wieder zu rechter Zeit in Montgeron ſeyn muß, damit man meine Abweſenheit nicht merkt. Lebe wohl, vor meiner Heurath beſuche ich Dich noch wieder; wolle dieſelbe gegenwaͤrtig gut heißen, und unſer erſtes Wiederſehn dadurch bezeichnen, daß Du mir Deinen Seegen giebſt.

cJa, ich ſegne Dich, gutes, liebenswuͤrdi⸗ ges Geſchöpf das zur Tochter zu haben ich ſtolz bin. Erhalte Dich, meine Tochter, in dem Verhaͤlt⸗ niß, das Du ſchließeſt, immer rein, immer treu, und wenn eine Verſuchung Dir nahe kommt, ſo gedenke

Mutter!? rief Adele und ſtand auf und verſchloß ihr alsbald die Lippen mit dem zärtlich⸗