Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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daß ich mich gefurchtet habe. Ich kam heran und wollte ſie liebkoſen, da wollte ſie allein ſeyn. Geh doch zu ihr, Vater. Sie weint jetzt gewiß. Und wenn wieder ſolche garſtigen Briefe kommen, ſo gieb Du ſie ſelbſt der Mutter, oder gieb ſie ihr lieber gar nicht, denn es thut ihr zu weh.

«Genug, Kind, geh wieder zur Mutter, und bleib bei ihr, wenn ſie Dich nicht fortſchickt.

Nach dieſem unerwarteten Auftritt konnte Saint⸗Lambert nicht an Camillens Untreue zwei⸗ feln. Im erſten Gefuͤhl des Unwillens wollte er die Bande voͤllig zerreißen, welche ſie entweiht; doch Adelens Mutter erwarb Verzeihung fuͤr der Ehefrau Schuld.

Sein Erſtes war alle Geſchaͤftsverbindung mit dem Chevalier Brevanne abzubrechen; er entſchloß ſich in dieſem Fall zu den bedeutendſten Aufopferungen, um auf der Stelle dem gefaͤhrli⸗ chen, verrätheriſchen Mann ſein Haus zu verbie⸗ ten. Hierauf erklaͤrte er ſich gegen Camillen, und den tiefen Schmerz ſeines Gemuͤthes verber⸗ gend, ſagte er zu ihr:„Du haſt die heiligen Bande zerriſſen, die uns vereinten. Mir bleibt

2r Theil. U