Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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leinenes Kleidchen, ein Linontuch, darin beſtand ihr ganzer Anzug; ihr Haar leicht aufgeſtochen, mit einem gewoͤhnlichen ſchildkrotenen Kamm, darin beſtand ihr ganzer Kopfputz: ſie ſah mit einem Wort mehr wie eine junge Nätherin, als wie die Schweſter der Hausfrau aus; alſo ſaß

ſie am Fenſter, und nahte einen praͤchtigen Spiz⸗

zenkragen fuͤr Hadrianen. Das Geſpräch zwi⸗ ſchen dieſer und Herrn von Creſſy wurde beider⸗ ſeits mit Theilnahme angehoben Herr von Creſſy that mit innigem Tone ſein Verlangen kund, rein ſeiner ſelbſt wegen und von einem Herzen, das zum erſten Mal liebt, geliebt zu werden. Frau von Saint⸗Pol liebte zum erſten Mal und uͤberließ ſich der Wonne, die ſie durchdrang, und ließ dem Ritter keinen Zweifel, daß ſie ſich ſelbſt fur den Gegenſtand ſeiner Wahl hielt. Er wollte mit Zartheit dem Irrthum begegnen, und fuͤgte hinzu, daß Welterfahrung und Weltſtudium ihn belehrt haͤtten, unter glaͤnzenden, an Huldigun⸗ gen gewoͤhnten Frauen nicht ſeine Gemahlin zu ſuchen, ſondern unter unbemerkten, einfachen, reinen Gemuͤthern, die nie Zärtlichkeit und Ruͤck⸗