Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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ich mich dann hoͤflich bei ihr entſchuldigt habez aber ich will ehrlos ſeyn, wenn ich die Unbekannte weiter bemerkt habe.y— Sie war nichts deſto⸗ weniger ſehr huͤbſch. 4Kann ſeyn, Ich ſaß neben Dir!? 6Das Kompliment taͤuſcht mich nicht. Es ſollte Dir ſchwer werden mich zu über⸗ reden, daß Du die Schoͤne nicht kennſt.«Ich ſchwore aber bei allem, was heilig iſt, daß ich ſie zum erſten Mal ſah.y Nun, ſo habe ich mſch betrogen. Vergieb mir meinen Irrthum, oder vielmehr, vergieb ihn meiner Liebe.v(Michaela, Deine Liebe iſt mir theurer als mein Leben, Du kannſt daran nicht zweifeln; aber ich fuͤrchte, Dei⸗ ne düſtre Einbildungskraft wird alle Freude der⸗ ſelben vertilgen.

Seitdem verging einige Zeit, ohne daß die junge Frau irgend uͤble Laune bezeigte, oder daß in ihrem Hirn ein Wölkchen aufſtieg; aber ihr Blick wurde heftig, ihre Zuge veraͤnderten ſich je⸗ desmal, wenn Saint⸗Ange einer Frau nahe kam, fei's beim Herausgehn aus dem Schauſpiel, ſei's auf einem öffentlichen Spaziergang. Sie ſagte nichts, bezwang, ſo gut ſie konnte, einen innerli⸗