Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
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rau um iner iſt

eine Natter, die mich umſchlingt, damit ihr gif⸗ tiger Stachel mich um ſo gewiſſer treffe! Was hab ich der Furie gethan, daß ſie mich ſo ver⸗ folgt?

Was Sie ihr gethan haben, Kaliſte? Sie ſind ſchoͤn, und Sie ſind tugendhaft. Gnädigſte Frau, fuhr er mit edlem Ausdruck fort: ich merke, die Baronin hat uns beide hintergangen. Mich hat die Liebe einen Augenblick verfuͤhrt, die Ehre bringt mich auf den rechten Weg zuruͤck. Ja, Ka⸗ liſte, es iſt wahr, ich liebe Sie, und das iſt kein Verbrechen; die Lage zu mißbrauchen, worin die Elende ſie geſetzt, wäre ein ſcheußliches, unver⸗ zeihliches Verbrechen. Sie hat geglaubt, Sie der zugelloſeſten Raſerei in die Arme zu liefern, ſie hat Sie um Gluͤck und Ehre bringen wollen; ich will Sie mit aller Kraft der Ehrfurcht, mit der allerzarteſten Umſicht ſchirmen.

«O, wenn Sie Erbarmen haben, Obriſt, reißen Sie mich aus dieſem abſcheulichen Schlupf⸗ winkel. Mir brennt der Boden unter den Fuͤßen; mich eckelt die Luft, die ich athme, jeder Anblick ſchmerzt mich!

2r Theil. 6