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Gehenſtand dem Auge ſchmeichelte und das Ge⸗ muͤth erregte, zog dann ihre Betrachtung an. Dort zeigte ſich Gerards Pſyche: ſie fuͤhlte die Wir⸗ kung von Amors erſtem Kuß. Hier weinte Robert le Fevres Heloiſe, und ihre heißen Thraͤnen ent⸗ zuͤnden mehr noch die Gluth, die ihr zartes Herz verzehrt. Da erſchien Ducis Eleonore, die ſich in Taſſo verliebt, der ſein unſterbliches Gedicht ihr vorſagt; daneben eine Kopie von einem Mei⸗ ſterwerk: Guerrinos Dido iſt es, welche dem Ae⸗ neas lanſcht, und nicht bemerkt, wie indeß in Ascans Geſtalt die Liebe ihr den Ehering vom Finger zieht. Das Bild vor allen zog Kaliſten an, und bewegte ihr Herz mit einem Gefuͤhl, deſſen Urſach ſie nicht begriff, als leiſe die Thuͤr
aufgethan wurde. Sie wendet ſich gegen dieſelbe, der Baronin noch einmal Gluͤck zu ihrer anmu⸗ thigen Einſiedelei zu wuͤnſchen, und erblickt Ar⸗ thur; mit freudiger Trunkenheit tritt er ein, und
ſchließt beim Eintreten unvermerkt die Thuͤr ab. «Sie hier, Obriſt, ſagte Kaliſte verwun⸗ dert: ich glaubte, Sie wären in den Baͤdern von
Plombieres.*


