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ſchloß die Baronin in den Arm, und kuͤßte mit ihren keuſchen Lippen deren giftigen, luͤgenhaf⸗ ten, truͤgeriſchen Mund.
Frau von Montbrun verfehlte nicht von die⸗ ſer ertheilten falſchen Nachricht Arthur zu benach⸗ richtigen, dem anfangs die Luͤge dabei zuwider war, dem ſie aber nothwendig ſchien, um zu der erwuͤnſchten Zuſammenkunft zu gelangen. Er meldete alſo der Familie Loris, daß er nach Plom⸗ bieres reiſe, um ſeine Geneſung zu beſchleunigen und wieder zur Armee zu können. um ſich ſo⸗ dann nicht der Verlegenheit auszuſetzen, Jemand aus dem Lorisſchen Hauſe zu begegnen, begab er ſich auf ein Landhaus in der Nachbarſchaft von Paris, von wo er unaufhoͤrlich Mittheilungen an die Baronin gelangen ließ und von derſelben em⸗ pſing. Dieſe trachtete indeſſen fort und fort, un⸗ ter der Larve von Vorſicht und Fuͤrſorge, die Un⸗ gluͤckliche zu verderben, fur welche, ohne daß die⸗ ſelbe es wollte, das Herz des jungen Alcid taͤglich mehr entbrannte, und die gleich bewußtlos, indem ſie alle Hoffnung ihrer Nebenbuhlerin zerſtörte, deren unverſohnlſchſte Rachbegier reizte.


