Teil eines Werkes 
2. Th. (1820)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

anzutaſten.(Wer vermöchte beſſer als Sie, gnaͤ⸗ digſte Frau, Kaliſten zu einem Grad der Vollkommenheit zu erheben, den ſie unter Ihrer Leitung errrichen koͤnnte. Rechnen Sie auf Alles, was ich dazu thun kann, verhieß die Baroninz ich thue dabei ſoviel fuͤr die Ehre meines Geſchlechts, als fuͤr die Wonne des Ihrigen.5

Von Stunde an gehoͤrte Frau von Mont⸗ brun zu den Vertrauteſten des Loris'ſchen Hauſes, und ergoͤtzte und gewann daſelbſt Jedermanns

erwiederte der General,

Herz. Mit dem alten Kriegsmann ſprach ſie von Seegefechten, gedachte aller Großthaten, die un⸗ ter ſeinem Oberbefehl vollzogen waren, und friſch⸗ te ihm ſeine Lorbeeren aus neubelebter Erinne⸗ rung auf. Wenn er voll Schmerzen im Armſtuhl ſaß, erzählte ſie ihm poſſierliche Geſchichtchen, daß er laut lachen mußte, und munterte ihn der⸗ geſtalt auf, daß er ihre Hand ergriff und ſie derb kußte. Der alten Graͤfin bewieß ſie ſich nicht minder verbindlich. Sie erinnerte ſie an die ſee⸗ lige Zeit der franzoͤſiſchen Galantrie, als man nur von der ſchönen Loris hörte, und erinnerte ſich