Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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der Quaal erleichtern, die taͤglich Bathilde durch den Erguß der zaͤrtlichſten Liebe mehrte: was es

ſeinem Stolz koſten mochte, er eroͤffnete ihr ſeinen

Argwohn. Ich hatte ſelbſt erkannt, ſagte er ihr, daß Eduard verfuͤhreriſcher, liebenswuͤrdiger ſei, als

ich: Du haſt den Liebendſten von uns gewaͤhltz

aber Deine Wahl genuͤgt Deinem Herzen nicht. Was ſagſt Du, lieber Eugen, welche wunderli⸗ che Rede? ich verſtehe Dich nicht!Laͤugne mein

Ungluͤck nicht, ich habe es in Deinen Blicken,

Deiner Haltung, Deinem ganzen Weſen geleſen. Du liebſt Eduard.Ich liebte! rief ſie, und

war daran hinzuzuſetzen, den Verruchten; aber

die Tage des Verblendeten, der ſie beleidigt und verkennt, ſind ihr zu theuer, ſie ſchweigt und ant⸗ wortet nur mit einem Strom von Thränen.Den⸗ ke nicht, mich durch Deine Thraͤnen zu taͤuſchen, fuhr Eugen fort, Du haſt erſt Dich ſelbſt betro⸗ gen und dann mich. Ich mache Dir keinen un⸗ nuͤtzen Vorwurf deshalb; aber von dieſem Au⸗ genblick an ſind unſre Bande geloͤſtUnd

mich, mich willſt Du ſo zu Grunde richten! rief