Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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ſich in Eduards Arm zu finden, iſt ihr erſtes Wort eine Aeußerung von Angſt um ihren ange⸗ beteten Gemahl. Bei ſeinem Namen legt ſich ſeines Nebenbuhlers Trunkenheit, er ſieht in Ba⸗ thilden nur noch das Weib ſeines Freundes, einen Tugendengel, deſſen Verhaͤltniß zu ehren, den zu ſchirmen er gelobt. Bathilden ſuchend und rufend nahete indes Eugen, und ſie ſagte ihm ſelbſt, was vorgefallen, was ſie der Sorgfalt und Vorſicht des Freundes ſchuldig ſei.Du mußt Dich wahr⸗ lich in großer Gefahr befunden haben; denn er iſt noch ganz blaß und zittert ſagte Eugen, indem ſein Blick auf Eduard fiel.Ja, verſetzte die⸗ ſer, mit einer Stimme, deren Zittern er zu be⸗ herrſchen ſtrebt, ja, Bathilde war in großer Ge⸗ fahr, und ich danke Gott, daß ich ſie habe davor bewahren koͤnnen.Theurer Eduard, rief Eu⸗ gen, und druͤckte ſeine Hand an ſein Herz, ſo

dank ich Dir denn zweimal meines Lebens Gluͤck.

Seyn Sie auch ſicher, fuhr Bathilde fort, daß ſie die zweite Stelle in dem Herzen haben, das fuͤr ſie beide mit Liebe und mit Dank ſchlaͤgt. Eduard antwortete nicht, kuͤßte ehrerbietig die