nahme an dem Gluͤck der Neuvermählten. Viel⸗ leicht miſchte ſich ein eigenſuͤchtiges Verlangen, ein geheimer Wunſch Vathilde um ſo mehr zu ge⸗ fallen, ihr zu zeigen, welches Opfer ſie Eugen ge⸗ bracht, in ſein Betragen; aber Bathilde war zu ſehr verſunken in ihr Gluͤck, um dergleichen ſchlaue Berechnung, dieſe Rache einer geheimen Eifer⸗ ſucht zu merken; ſie ſah in Eduard nur den Lehns⸗ träger ihres Gatten, in ſeinem Weſen das Ver⸗ langen ſein verſchmaͤhtes Herz durch andre eroberte zu troſten.
In der That bewies er ſich ſehr befliſſen bei den jungen Schoͤnen, welche bei den glaͤnzenden hochzeitlichen Feſten ſich zuſammenfanden, that ſogar, als ob er Eine derſelben auszeichnete, die ſich auch ſeinen Huldigungen nicht abgeneigt be⸗ wies, und deren Geburt, Vermoͤgen und Anmuth ſie ſo ſehr zu ſeiner Gattin eigneten, daß man. nicht zweifelte, beide in kurzem verlobt zu ſehn. Eugen ſagte ſeinem Freund, wie ſehr er wuͤnſche, ihn bald gleichfalls im Genuß des wahren Gluͤckes eines wohlgeſchloſſenen Ehebundes zu erblicken, Bathilde bezeugte ihm daſſelbe Verlangen als ihr


