— 263— ſehr zu verletzen, und eine ſolche ereignete ſich bald. Er liebte leidenſchaftlich die Jagd, und die Nachbarſchaft des Waldes von Montmorency bot ihm Gelegenheit die Jagdluſt zu genießen, welche auch ſeiner Geſundheit wohl that. Seitdem die große Jagd offen war, gins er ſchon fruͤh aus und kehrte nie vor Nacht zuruͤck, oft ermuͤdet, abge⸗ hetzt und in der ubelſten Laune.
Eines Tages hatte er, bei regnichtem Wetter, den Wald bis an die Muͤhlen von Chanvry durch⸗ ſtreift, ohne ein Stuͤck Wild zu treffen, und kam verdruͤßlich, durch und durch durchnaͤßt, voll Koth bis an die Knie, zu Hauſe. Helene beeilte ſich ihm friſche V Wäſche zu geben, und ſorgte zaͤrtlich fur ſeine Geſundheit, die ihr theuer war. Er da⸗ gegen warf ſich aufs Kanapee, ſtreckte ſeinen uͤber und uͤber beſchmutzten Fuß von ſich, und
ſagte gzu ſeiner Frau:„zieh mir die Kama⸗
ſchen aus!“ Sie that⸗ als ob ſie es nicht hörte, ſammelte alle ihre Stärke, ſprach ſich Muth ein, und beſchloß, nicht ohne maͤchtiges Herzklopfen, diesmal dem unbekehrbaren Despoten die verdiente


