Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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uͤberzeugen, iſt Pflicht. Laſſe ich dieſe Gelegen⸗

Schlummer ruht, nahet ſie leiſe, und ſchickt ſich an das Geheimniß zu enthuͤllen, das ſie qualt,

„ungluͤckliche, was haſt Du vor? ruft ſie, plötz⸗ lich inne haltend bei ſich ſelbſt. Wie martert Dich der Argwohn einer Untreue Deines Mannes, was wirſt Du bei der ſchrecklichen Gewißheit leiden; Ehre ſein Geheimniß. Wie? wallt es dawider an in ihrer Bruſt: ich ſoll anſtehn zu entdecken, welche es iſt, die mir Leos Herz entriſſen hat; ob es nicht eine von den Frauen iſt, die ich am lieb⸗ ſten habe, vielleicht eine, welche vorgiebt meine beſte Freundin zu ſeyn? Ich ſoll anſtehn mich zu uͤberzeugen, daß die liebenswuͤrdigſte Geſtalt, die Rede, der Ausdruck des zartlichſten Gefuͤhls ein falſches, undankbares, treuloſes Herz verde⸗ cken. Mich beklagen, wäre Schwachheit; mich

heit vorbei, ſo finde ich vielleicht nicht ſobald eine wieder. Fort, es koſte, was es wolle, Entſchloſ⸗ ſenheit und ein Ende der ſchreckbaren Ungewißheit!“

So geht ſie, zitternd, kaum athmend bis dicht vor das Sopha„kniet nieder, hebt behutſam den Arm empor, der ſie ſo oft umſchlungen hielt,