Teil eines Werkes 
1. Th. (1820)
Entstehung
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Der er ſte Argw ohn⸗

Der unerträglichſte Schmerz, der herbſte, wel⸗ cher uns durchdringen und unſer Daſeyn entzaubern kann, iſt der erſte Argwohn wider den Gegenſtand aller unſrer Zärtlichkeit. Kein Erguß der Seele, keine Zukunft mehr, kein füͤßer Traum: das Ge⸗ muͤth iſt verödet, vernichtet. Geſellt zu dieſem Lei⸗ den aller Augenblicke ſich noch der Stolz, den ein tadelloſer Wandel, ein innerliches Selbſtgefuͤhl bewirken: dann ſteigt das Unheil auf den höchſten Grad; das Herz bricht und die Vernunft verwirrt ſich. Der Frauen lebhafte Einbildungskraft macht es bei ihnen haͤufig und verderblicher. Sie waͤh⸗ nen leicht, man beneide ihr koſtbarſtes Gut, und aͤngſtigen ſich ohne Grund und Aufhoͤren: ein fe⸗ ſtes Vertraun, eine vielmals bewaͤhrte Erfah⸗

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