Celiane ſuchte mich mit ihren Augen auf, ſahe mich ſitzen, und da ſie glaubte, daß ich ſie nicht ſehen koͤnnte, ſahe ſie mich zweymal an; aber das zweytemal begegneten unſre Blicke einander, und ſie ſahe geſchwind weg, indem ſie erroͤthete. Was hatte dieſer verſtohlne Blick fuͤr Reitze fuͤr mich! was ahndete ich fuͤr gluͤckliche Folgen davon?
it welchem Vergnuͤgen bemerkte ich, daß
ſie mit einem ſolchen gruͤnen Bande, wie mein Kleid war, umguͤrtet ſey, und mein Lieb⸗ lingsbuch, die Fabeln des Fontaͤne, in der Hand hatte.
Alle dieſe einzelne Umſtände zuſam⸗ mengenommen, machten mir Muth, mich einmal bey dem Buͤrger Valran zu zeigen. Dieſes war ein ſehr rechtſchaffener und ge⸗ ſchickter Advokate. Ich nahm meinen Pro⸗ zeß zum Vorwand, um mich bey ihm ein⸗ fuͤhren zu laſſen. Mein Weg gieng alſo nun zum Vaker Celianens. Ich zog zitternd die Klingel an; man machte auf, und Celiane ſelbſt fragte, was zu Befehl ſtuͤnde. Wegen der Dunkelheit des Vorzimmers konnte ſie mich nicht erkennen. Ich will, antwortete ich, zum Buͤrger Valran. Sie brachte mich in ein Zimmer, ſieht mich an, und ihre Verwirrung erlaubt ihr weiter nichts, als


