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Treue Liebe unter den Schrecknissen der französischen Revolution / aus d. Franz.
Entstehung
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über die Geſchichte beywohnte, wie ich be⸗ reits oben geſagt habe, an. Ihr Anzug wurde allmaͤhlig ſo geſchmackvoll, und bekam

jene ſo anziehende Simplicität, daß ich

ſie von Tage zu Tage mehr kewunderte. Aber wie wurde ich auſſer mir vor Freuden, als ich eines Morgens unter ihren Fenſtern vorbey gieng, und ſie ſingen hoͤrte. Sie be⸗ gleitete ihren Geſang mit der Harfe, und einige Worte, die ich verſtand, kieſſen mich muthmaſſen, daß derſelbe Bezug auf unſte Lage habe. Dieſer Gedanke machte mich bey⸗ nahe verwirrt. Ich lief fort, und kaufte mir dieſe Arie, ohne eben ſehr zu wiſſen, was ich damit machen wollte. Ich hatte ſie in der Hand, als ich gegen Abend in die Thuil⸗ lerien gieng, und Celiane mit ihrer Gou⸗ vernante erſchien. Sie lieſſen ſich ohnweit des Pavillons der Flore nieder. Ich that, als ob ich ſie nicht ſaͤhe, indem ich dichte bey ihnen vorbey gieng, und nur mit mei⸗ ner Arie, die ich laut genug trillerte, um gehoͤrt zu werden, beſchaͤftigt zu ſeyn ſchien. Aber wie bald wurde ich eine Veraͤnderung und ein Erſtaunen auf dem Geſichte Celia⸗ nens gewahr. Ich ſezte mich hernach mit meiner Arie, und kehrte ihr den Ruͤcken zu, doch ſo, daß ich babey ihre geringſen Bewe⸗ gungen bemerfen konnte.

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