Teil eines Werkes 
[1. Theil] (1812)
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haut hingeſtreckt, ruhte ihr Kopf auf einem Koͤ⸗ cher; ihr Haar ſchwaͤrzer und glaͤnzender als Ebenholz, hing in unregelmaͤſſigen Flechten um her; ihr Gewand von einem indiſchen Zeuge, durch einen Perlknopf auf der linken Schulter befeſtiget, wallte im Halbzirkel uͤber die ſanfte Woͤlbung der rechten, welche er jedoch zu ent⸗ huͤllen nicht wagte, wand ſich in der Mitte zu einer Schaͤrpe, und floß dann in unzaͤhligen Falten auf das Knie herab.

Ein zufriedenes Laͤcheln, das auf ihren Lippen ſchwebte, buͤrgte fuͤr die reine Unſchuld des Maͤdchens, und heitere Ruhe ſchien auf allen ihren Zuͤgen hingegoſſen. Dieſe bezau⸗ bernde Geſtalt, der halb offne Buſen,die⸗ ſer ſchlanke Wuchs, hier mit einem durchſichti⸗ gen Schleyer bedeckt, und dort in reitzender Blöſſe... Alles dieſes erfuͤllt auf einmahl das Auge und die Seele des jungen Menſchen mit unnennbaren Empfindungen. Er wirft ſich nieder, und ein Ausruf des hoͤchſten Staunens entfaͤhrt ihm.

Dieſer Schrey erweckt die junge India⸗ nerin. Sie erblickt den Europaͤer; ſchneller als der Blitz ſpringt ſie auf, ergreift ihren Bo⸗