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und vor lauter Sehen erſtlich nichts ſah. Was ſtand
denn eigentlich darin?
„Mein theurer Freund!“
„Ihr ſchöner Muth gibt mir die ſchönſte Freude — daß ich Sie nun auch noch doppelt achten muß. — Meine Aeltern waren ſtets meine Vertrauten. Sie grüßen Sie Beide und lieben Sie wie einen Sohn. So werden Sie auch ſpäter unter uns leben — mein Freund und Bruder.“
„Annabella.“
Ich küßte das Blatt, ich benetzte es mit— einer Thräne, dann— wurde es in das geheimſte Eckchen mei— ner Brieftaſche geſteckt und— der Himmel war nun wieder hell.— Raſch ging nun die Arbeit von Statten, raſch wurden meine Beſuche abgeſtattet, und dann eilte ich noch auf das Land hinaus zu einem Kranken. Damit hatte der Tag ſein Ende erreicht. Zum Glück gibt es jetzt viel zu thun, auch unter den Armen, und da Johanna nicht in der Nähe iſt, meine Schritte zu überwachen, ſo beſuche ich die von ihr gefürchteten Orte ohne Bedenken, und helfe und rette wie und wo ich kann. Unter der Armuth in Lumpen fühle ich erſt was mein Beruf iſt, da nur habe ich wahre Freude an Dem, was ich leiſte, da nur bin ich ein Helfer und Erretter. Ihre Unwiſſenheit in den gewöhn⸗ lichſten Dingen, die die phyſiſche Geſundheit angehen, iſt ja ſo groß, daß man ſich nur wundert, wie ſie es an⸗
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