Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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ten des Abends, die ihr von ſo großer Wichtigkeit waren,

als heilige Geheimniſſe anvertraute, die keines Menſchen Ohr je ahnen dürfte. Ich hörte ihr theilnehmend zu; denn ich hatte ſie lieb. Sie aber wußte nicht, welche Kluft der heutige Tag unter uns geöffnet, und daß ihr Anerbieten, mir Tänzer ſchaffen zu wollen, mir den To desſtoß gegeben.

Feſt folgte jetzt auf Feſt. Die ganze Grafſchaft ließ es ſich angelegen ſein, das Vögelchen, das eben dem Kä⸗ ſig, Schulſtube genannt, entflohen, zu ſich einzuladen, und das Neue dieſer Lebensweiſe, die Sorge für die Toilette, die Ermüdung ließen meine junge Freundin kaum zu ſich kommen. Ich blieb bei dem Allen ſchweigende Zu⸗ ſchauerin. Die Einladungen begriffen mich nie mit, und Niemand dachte auch nur im entfernteſten daran, daß mein Herz ſich danach ſehnen könne, die Vergnügungen

meiner Freundin zu theilen. Ich war ſonſt nach wie vor

den ganzen Tag mit und bei ihr. Ich begleitete Sie auf ihren Spaziergängen, ich ritt mit ihr aus, ich fuhr mit ihr. Wurden Beſuche in der Nachbarſchaft gemacht, ſo nahm man mich gleichfalls mit; bat mich aber, während man ausſtieg, im Wagen zu bleiben. Kamen Gäſte zu uns, ſo war ich gegenwärtig. Nur wenn ein förmliches Mittagsmahl gegeben wurde, bei dem jeder Herr ſeine Dame dem Range nach zu Tiſche führte, mußte ich allein ſpeiſen, indem man ja keinem Gaſte zumuthen konnte, bei ſolcher Gelegenheit mein Nachbar zu ſein.