alles Das erkämpfen müſſe, was ſie mir gutwillig zu h reichen nicht geneigt ſchien. Eine eiſige Rinde zog ſich tn von da an um mein Herz, ich begann mit dem Leben zu uls rechnen und zu rechten, und jedes mir erwieſene Wohl⸗ O
wollen zu analyſiren. Meine Blindheit war dahin, und de
mit ihr mein froher Sinn.“ K
„Nach beendigtem Tanze fand mich Beſſie hier auf. 2
Ihre Wange glühte und ihr Auge ſtrahlte in der Erin⸗ d
nerung des gehabten Vergnügens. Sie blickte mich ver⸗
wundert an, als ſie die Spuren vergoſſener Thränen ge⸗ es
wahrte.„Sind Sie nicht froh geweſen? fragte ſie ig
. mich theilnehmend.„Warum aber verſtecken Sie ſich auch da
hier? Ich kenne nun ſchon mehrere Herren und hätte di
Ihnen Tänzer verſchafft, wenn ich nur gewußt hätte, wo o
Sie wären. Warten Sie nur! Das nächſte Mal ſoll ſe es beſſer kommen. Ich war heute noch ſo fremd, und N wußte im Anfange kaum, ob ich nicht ſelbſt ſitzen bleiben n würde; auch war ich ſo ängſtlich, wie ich mich zu be⸗ m
nehmen hätte, um der Mama keinen Tadel abzunöthigen, de
daß ich nur ganz allein an mich ſelbſt dachte. Aber das ih nächſte Mal, Cherie, das nächſte Mal!» und damit be⸗ ih deckte ſie mich mit Küſſen und bemühte ſich, mich in eine heitere Laune hinein zu ſchmeicheln. Ich lächelte; aber m nicht von Herzen. Ich ſchützte Kopfweh als die Urſache u meiner Zurückgezogenheit vor; denn mein Selbſtgefühl litt es nicht ihr auszuſprechen, wie tief ich gekränkt ſei. 4 Und ſchwer genug war mein Kopf jetzt auch wirklich!
Wir zogen uns in unſere Zimmer zurück, wo ſie mir noch


