Teil eines Werkes 
2. Theil (1852)
Entstehung
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4 mich? fragte ſie aufgeregt.Wer kann mich arm nen⸗ nen, wenn ich dir angehöre?

Nur deiner unnützen Sorgen wegen bemitleidete ich dich. Bei ruhigem Nachdenken wirſt du ſelbſt ſtets ein⸗ ſehen, daß deine Sorgen die Geſchöpfe deiner Einbil⸗ dung ſind.

Wie aber ſoll ich dieſer Angſt um dich los werden, Auguſt? ſagte ſie traurig.Wenn du des Morgens fortgehſt, ſo erfaßt es mich fieberhaft; ich denke mir, daß ich dich nimmer wiederſehen werde, daß irgend ein Un⸗ glück dich befallen muß, und horche auf jeden rollenden Wagen, ob er nicht vor unſerer Thüre anhalten und dich todt in meine Arme zurückführen wird. Ach, Auguſt! Wüßteſt du, was ich in ſolchen Stunden leide, du würdeſt mich nicht ſchelten! Du könnteſt dann mit allem Rechte, carme Johanna? ſagen. Ich habe mitunter verſucht mich zu zerſtreuen, habe eine Lectüre vorgenommen; aber die Buchſtaben verwirren ſich vor meinen Augen und die Gedanken ſind ferne. Keine Arbeit, keine Unterhaltung kann mich feſſeln! Wenn du doch irgend eine Beſchäfti⸗ gung erſinnen könnteſt, die mich intereſſirte und zerſtreute und meine Gedanken von dir abzöge! Ich kann nur dich denken, Auguſt, und das iſt meine Qual! Ich habe nur ein Intereſſe im Leben, und das biſt du. Iſt es denn zu verwundern, daß ich ſtets für dich zittere?

Warum aber zittern, Johanna! Bin ich nicht ſtark und geſund, und auch umſichtig genug, um weder in die Themſe zu fallen, noch mich von einem Wagen über⸗

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