ſchwarze Auge, das ſo offen, ſo ehrlich, ſo treu und voll Liebe blickte, zu mir gewandt war.
„Auguſt“ ſagte ſie,„ich bin recht unglücklich in dem Gedanken, wie viel Leid und Plage ich dir ſchon verur⸗ ſacht habe und dir noch verurſachen kann. Ach! Wenn du mich doch nur nicht geheirathet hätteſt!“
„Aber, liebe Johanna! ſo ſtehe doch davon ab, dich immer ſo unnütz zu quälen! Siehſt du denn nicht ein wie unglücklich es mich machen muß, wenn ich dich nie heiter und zufrieden ſehe, während ich doch Alles aufbiete, was in meinen Kräften ſteht, um dich glücklich zu machen?“
„Schilt mich nicht, lieber Auguſt! Ich bin nicht un⸗ dankbar; gewiß nicht. Ich erkenne ganz was du für mich thuſt; aber eben das iſt es ja, was mich unglücklich macht, daß du Alles für mich thuſt, und ich dir nichts bin noch ſein kann als eine Bürde, das iſt es ja, was mich ſo grenzenlos elend macht! Ohne mich hätteſt du ietzt vielleicht ſchon mehr erreicht, wäreſt vermögender, be⸗ ſäßeſt mehr Freunde. Eine Frau, und noch dazu eine tränkliche Frau, iſt eine Laſt für einen jungen Mann, und hält ihn überall zurück, wo er vorſchreiten ſollte. Du hätteſt mich nicht heirathen ſollen, lieber Auguſt.“
„Nun ſiehſt du, Johanna! Geſchehene Dinge ſind nicht zu ändern. Ich muß mich nun in mein Schickſal finden, wie ich kann“; ſagte ich ſcherzend.
„Ich hatte alſo doch Recht, daß es dir leid iſt, Au⸗ guſt! Ach! ich wußte es nur zu wohl! Du wäreſt ohne mich glücklicher.“ Ihre Thränen floſſen.
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