215
und über ſeiner Thüre vom Volke eine Platte befeſtigt worden war, auf der die Worte ſtanden: Necker, le ministre adoré!— Und jetzt beachtete Niemand ſeine Entfernung.—
Traurig und gebeugt nahm er von ſeiner Tochter einen langen und wehmüthigen Abſchied. Es war für ihn ein Abſchied vom Leben, von ſeinem politiſchen Leben, von ſeinen Wünſchen, Hoffnungen und vor Allem von ſeinem Ruhme, deſſen Schatten ihn jetzt verfolgte.
Frau von Stasl blieb in Paris zurück.— Sie konnte den Schauplatz ihrer Hoffnungen jetzt nicht verlaſſen, was ihr Vater für Frankreich nicht erreicht, daran konnte ſie aufbauen helfen. Necker ſelbſt wünſchte, daß ſie in Paris bliebe; denn er kannte ſeine Tochter zu wohl, um nicht zu wiſſen, daß ihre fieberhafte Aufregung ſie in der Einſam⸗ keit von Coppet verzehren würde.
Die Schweſtern des Königs waren, begleitet von Narbonne, nach Rom abgereiſt. Bei ſeiner Rückkehr ſchwang er ſich mit Geſchick, geleitet von Frau von Staöl,* zum Kriegsminiſter empor.— Sie war glücklich über dieſen Erfolg, den ſie mitgenoß, als ob er ſie ſelbſt getroffen
* Bertrand de Moleville.


