Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Vous savez que je ne m'attendais pas à venir ici, ſagte ſie, wie ſich entſchuldigend, zu den verſammel⸗ ten Damen, welche ſie nicht ohne Mitleid betrachten konn⸗ ten. Die Tochter des Parvenu, auf die ſie ſonſt ſo hoch herabgeſchaut, hätte jetzt nicht an ihrem Platz ſein mögen.

Necker blieb jetzt in Paris und auch die Aſſemblée Conſtituante mußte ihren Sitz dahin verlegen. Um ſo be⸗ quemer war es für Frau von Staöl, allen ihren Berathun⸗ gen zu folgen. Doch gewahrte ſie bald, daß Niemand mehr frei ſeiner Ueberzeugung zu gehorchen vermochte, daß Jeder, mehr oder minder, dem Strome zu folgen gezwungen ward, ſobald er nicht ganz darauf verzichten wollte, eine Rolle mitzuſpielen.

Man kann es nicht genug wiederholen, ſagte ſie zu Narbonne,daß es für Völker wie für Individuen nur Momente des Glückes und der Macht giebt, die, einmal ungenutzt vorübergegangen, ihnen nie wiederkehren. Darum benutzen Sie den Augenblick!

Auf dieſe Weiſe ſuchte ſie ſeinen Ehrgeiz zu ſtacheln, damit er kräftig eingreifend wirke. Doch eben ſo wenig wie ihr Vater für den König Charakter haben konnte, eben ſo wenig konnte ſie es für Narbonne.

Mit dem nahenden Winter begann der Kreislauf gewohnter Vergnügungen. Trotz allem Deficit empfingen