Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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zur Wahrheit werden, haben ſie ihm ausgedient und er greift nach einem neuen Spielwerke.

Necker hatte mit ſeiner Gattin ſeinen Wohnort nach Verſailles verlegt, um dem Könige nahe zu ſein. Seine Tochter konnte ihn nicht begleiten, ihr erſtes Kind wurde ihr geboren, unter Freudenthränen drückte Necker ſeinen Enkel Auguſt an das Herz. Um ſo eifriger las ſie jedes Wort, das ſich auf ihren Vater bezog. Jeden Morgen, ſo wie ſie erwachte, wurden ihr die Zeitungen gebracht, und da man jetzt den armen Necker für Alles verantwortlich machte, was er nicht verſchuldet hatte, ſo kannte ihre Em⸗ pörung über ſolche Ungerechtigkeit oft keine Grenzen, und häufig war die Gemüthsbewegung ſo ſtark, daß ſie beſin⸗ nungslos wurde. Die freie Preſſe übte ihr Recht. Daß ſie nur bei einem Volke anwendbar ſei, deſſen ſittliches Gefühl ſchon hoch entwickelt iſt, wollte ſie nicht eingeſtehen; denn für ſie war Frankreich die Welt. Der Götze der Popularität, dem jetzt alles huldigte, hatte gleichfalls ſeine Glorie noch nicht verloren, trotz der Erfahrung, welche ſie an ihrem Vater gemacht.

So lange wir für eine Idee ſchwärmen, umhüllt ſie unſer Auge mit einer Binde, ähnlich der, mit Bel der kleine Liebesgott uns täuſcht.

Der Sommer war dahingeſchwunden, man hatte von