Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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und geizte nach Popularität. Nicht allein mündlich ſuchte man zu überzeugen, ſondern auch ſchriftlich und ſo wuchs denn täglich die Zahl der Flugſchriften und Zeitun⸗ gen und jeder Club und jede Partei beſaß bald ein eigenes Organ.

Nur Necker ſtand nach wie vor auf ſich ſelbſt ange⸗ wieſen da. Sein drittes Miniſterium begann mit einer Niederlage, deren mehrere folgten, die ihn ebenſo unvor⸗ bereitet trafen. Am Tage quälte man ihn mit Bittſchriften, welche ihm oft Thränen erpreßten und bei Nacht fuhr er aus ſeinen Träumen empor, um den Schreckgeſpenſtern zu entgehen, welche ihn mit hohlen Augen anſtarrten und nach Brod riefen. Sein Herz litt dabei ſo ſehr, daß er den Grund zu einem Uebel legte, welches ihn ſpäter tödtete.

So oft Frau von Stasl zu ihrem Vater kam, begeg⸗ nete ſie in den Straßen den langen Reihen von Brod⸗ ſuchenden, welche nach einander zu den Bäckerläden vor⸗ gelaſſen wurden. Sie aber brachte immer Hoffnung mit, Hoffnung auf das Ideal ihres Lebens, Hoffnung auf eine Conſtitution.

Der Menſch lebt von Täuſchungen. Sobald ſie

* Bertrand de Moleville.