Teil eines Werkes 
3. Bd. (1859)
Entstehung
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müthserſchütterung, welche ſeine Ankunft ihr verurſachte, gaben ihrer Geſundheit den Todesſtoß.

Sie eilte zu Madame Récamier. Die Stunde der Gefahr und des Schreckens ließ ſie vergeſſen, was in der letzten Zeit trennend zwiſchen ſie getreten. In ihrer Furcht vor Napoleon fanden ſich die Freundinnen wieder.

Sie traf Madame Récamier mit einem Briefe von Benjamin Conſtant beſchäftigt, der ihr in dieſer Minute überbracht worden war. Er lautete folgendermaßen:

Verzeihen Sie, wenn ich die Gelegenheit benutze, um Sie zu beläſtigen; doch iſt mir ſie zu angenehm. Mein Schickſal wird in fünf bis ſechs Tagen entſchieden ſein; denn obwohl Sie es, um Ihren Antheil an mir zu verrin⸗ gern, lieber nicht werden glauben wollen, ſo bin ich dennoch überzeugt, daß Marmont, Chateaubriand, Lainé und ich die vier am meiſten von der Gefahr bedrohten Männer in Frankreich ſind. Es iſt daher ganz ſicher, daß ich, wenn wir ihn nicht beſiegen, in acht Tagen entweder verbannt oder flüchtig, entweder in einem Kerker oder füſilirt bin. Schenken Sie mir alſo während dieſer zwei bis drei Tage vor der Bataille ſo viel Sie können an Zeit und Stunden. Sollte ich ſterben, ſo wird es Ihnen wohl thun, mir dieſe Freundlichkeit erwieſen zu haben, im andern Falle aber Sie betrüben, daß mir dieſe letzte Bitte von Ihnen verweigert worden. Mein Gefühl für Sie iſt mir das Leben; ein