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entbehren; ſie bekämpfte darum ihr Leiden aus allen Kräf⸗ ten und verhehlte ihrer Umgebung ihr Uebelbefinden, deſſen Umſichgreifen in ihrer äußern Erſcheinung nicht ſichtbar war.—
Man hatte ſie nie krank geſehen und glaubte daher auch nicht, daß ſie es jetzt ſei. Die Hitze, die Kälte, der Wechſel der Jahreszeiten hatten nie Einfluß auf ſie geübt. — In keiner Art war ſie genöthigt geweſen, ihrer Geſund⸗ heit jemals Sorge zu widmen. Ihre geiſtige Beweglichkeit machte ſogar das Spazierengehen für ſie überflüſſig.— Nervenſchwäche kannte ſie nicht und glaubte darum auch nicht daran. Sie hatte überhaupt keine Nachſicht mit kör⸗ perlicher Schwäche.„Naurais pu étre malade comme une autre,“ ſagte ſie,„si je n'avais pas vaincu la na- ture physique.?*
Indeſſen, vermochte ſie es auch, dem Kränkeln durch ernſtes Wollen vorzubeugen, ſo konnte ſie der Krankheit doch nicht dadurch ſteuern, die jetzt an ihr zehrte. Schlaf⸗ loſe Nächte beſiegt kein Wille.
Sie befand ſich jetzt inmitten einer neuen Welt in dieſem Paris, das ſie ſo lange eht hatte. Ein Bour⸗
* Ich hätte krank ſein können, wie Andere, wenn ich nicht die phy⸗ ſiſche Natur beſiegt hätte.


