Teil eines Werkes 
3. Bd. (1859)
Entstehung
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athmete alles die tiefſte Ruhe; wo ſie weilte, läutete viel⸗ leicht gerade jetzt die Sturmglocke zu Brand und Mord.

Er hatte in den letzten Tagen keine Briefe erhalten. Die Urſache dieſes Schweigens konnte darin liegen, daß ſie Paris bereits verlaſſen, oder auch, daß neue Unruhen den Lauf der Poſten und Couriere hemmten. Gern hätte er das Erſtere als wahrſcheinlich angenommen. Sie in ſeiner Nähe, unter ſeinem Schutze zu wiſſen, wäre ihm eine große Beruhigung geweſen, doch wollte er ihr nicht zureden, einen Ort zu verlaſſen, der bei ihr ſo vielfache Intereſſen wach rief, während das Landleben wie Gift auf ſie wirkte. Die ſich ſteigernde Gefahr hatte ſie jedoch ſelbſt ſchon auf den Gedanken geführt, den Schauplatz der Greuel verlaſſen zu müſſen. Ihr Gatte war abweſend, ſie ſah ihrer Entbin⸗ dung entgegen, das war Grund genug, um einen geſicherten Aufenthalt zu ſuchen.

Bis jetzt waren noch keine Frauen als Opfer der Revolution gefallen; doch konnte Niemand verbürgen, daß eine ſolche Rückſicht ferner Beſtand haben werde, und die geringe Vorſicht, welche ihre Schritte begleitete, ſetzte die Tochter Necker's vorzugsweiſe den Angriffen aus.

Indem ſolche und ähnliche Gedanken in der Seele des geprüften Mannes aufſtiegen, gewahrte ſein Auge am fernen Ende der Allee einen Reiſewagen, welcher den Weg

nach dem Landhauſe einſchlug. Freudig leuchtete ſein Auge

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