Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Was hilft es ihr, ſagte ſie leiſe zu ſich ſelbſt, indem ſie dieſe Verhältniſſe erwog, welche für ſie ſo manches Peinliche hatten.Die Bourbons wollen ſie nicht an⸗ erkennen, ſie muß die Demüthigung erfahren, nirgends als ſeine rechtmäßige Gattin auftreten zu dürfen, ſie darf ihm nicht zur Seite ſtehen; was hilft es ihr, daß ſie vor Gott ſeine rechtmäßige Gemahlin iſt, wenn die Menſchen ſie behandeln, als wäre ſie es nicht; was hilft eine Ehre, die Niemand ſieht, Niemand achtet, Niemand gelten läßt. Was hilft eine Ehre vor Gott, wenn die Welt ſie uns verſagt.

Ein Seufzer entſtieg ihrer Bruſt, während ſie dieſen Gedanken Raum gab.

Frau von Genlis war noch immer eine ſehr hübſche Frau zu nennen, ſie zeichnete ſich durch Geiſt und Anmuth aus und beſaß eine Grazie, welche jeder ihrer Bewegungen Reiz verlieh; doch konnte ſie durch dieſe Vorzüge allein nicht die Stellung in der Welt erringen, welche ihre Eitel⸗ keit begehrte. Sie hatte kein Vermögen, ihr Gatte ver⸗ ſchwendete mehr als er einnahm, und um ſich vor Mangel zu ſichern, hatte ſie einen Beruf ergriffen, der ihr manche Entbehrungen auferlegte. Sie war als Schriftſtellerin mit Erfolg aufgetreten. In der Hauptſtadt zu leben, ein Haus zu machen, die größten Männer des Zeitalters bei ſich zu empfangen, würde ihr eine Genugthuung geweſen

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