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ſtand, der renete, und die Prüfungen, welche das Herz indeſſen beſtanden, wurden nicht erwähnt.
So ſchrieb er ihr wenige Wochen nach ihrer Rück⸗ kehr, am 8. Januar 1777:
„Das Publikum unterhält ſich hier mit der Oper Cléofide von Haſſe, welche man wieder auf's Theater gebracht hat. Die guten Werke bleiben immer dieſelben, und hat man ſie einmal gehört, wünſcht man ſie immer wieder zu hören; außerdem iſt die jetzige Muſik in ein Charivari ausgeartet, welches die Ohren verletzt, anſtatt denſelben zu ſchmeicheln, und der gute Geſang von den Zeitgenoſſen nicht gekannt. Um denſelben wiederzufinden, muß man zu Vinci, Haſſe und Graun zurückkehren. Ich würde noch eine berühmte Componiſtin nennen, welche verdient, zu ihnen gezählt zu werden; aber ich fürchte Alles zu ſagen, was ich denke, und kaum iſt es mir geſtattet, meine Gefühle der Bewunderung nur andeuten zu dürfen.“
Dieſe ſchmeichelhaften Aeußerungen über ihr Talent nahm ſie jetzt hin wie eine Speiſe, welche dem nicht mehr wohl thut, deſſen Sinn bereits der Erde abgewandt iſt. Doch hütete ſie ſich wohl einem Philoſophen von ihren religiöſen Empfindungen zu reden, und antwortete ihm darauf:
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