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ſis,“ bemerkte der Geheimrath Färber, und wanderte nachdenklich im Zimmer auf und ab.
„Und ich ſage in dieſem Falle nicht Nein,“ erwi⸗ derte der alte Offizier, nahm ſeinen Hut und verließ mit vielſagender Miene das Zimmer.
Agdolo ſchritt indeſſen mit ſeinen Begleitern in die dunkle Straße hinaus, wo keine Lampen ihren Weg be⸗ leuchteten. Sie ſchritten mit ihm dem Pirnaiſchen Thore zu, wo die Wache ſie anrief.„Im Namen des Chur⸗ fürſten!“ hieß es zurück, und man ließ ſie paſſiren.
Draußen hielt ein verſchloſſener Wagen.
„Wohin führen Sie mich?“ fragte der Chevalier jetzt mit einem Ausdrucke der Aengſtlichkeit in den Zügen, welche die Dunkelheit ſeinen Begleitern entzog.
„Unſere Weiſung lautet, Ihnen keinen Aufſchluß darüber zu geben,“ verſetzte der Gefragte höflich⸗
Ein langes So! war die Antwort. Bald aber fügte er, den Unbekümmerten ſpielend, hinzu:
„Wenn es nur ein gutes Nachtquartier iſt und wir es bald erreichen, mir gleich viel, mit welchem Namen Sie es benennen wollen.“
Keine Antwort erfolgte auf dieſe Bemerkung. Der Wagen rollte in die ſtille Nacht hinaus, die Häuſer ent⸗ ſchwanden ihren Blicken, durch Felder und Wälder ging ihr Weg, aus der Ferne her tönte von den Kirchen Dres⸗
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